Wärmeleitungsgleichung

Wir betrachten die eindimensionale Wärmeleitungsgleichung, die die Temperaturentwicklung eines Stab der Länge ll modelliert. Für x(0,l)x\in(0,l) und tRt\in\mathbb{R} sei u(x,t)u(x,t) die Temperatur des Stabes zum Zeitpunkt tt an der Stelle xx. Die Anfangsverteilung der Temperatur sei durch eine Funktion u(x,0)u(x,0) gegeben. Zum einen kann man annehmen, dass man an den Enden eine feste Temperatur TT hat, o.E.d.A. nehmen wir T=0T=0 an, eine vollständige Isolierung keine Temperaturänderung über die Zeit: ux(0,t)=ux(l,t)=0u_x(0,t)=u_x(l,t)=0 für alle tRt\in\mathbb{R}. An der Stelle (x,t)(x,t) ist dabei die Differentialgleichung

ut=k2u2x\frac{\partial u}{\partial t} = k\frac{\partial^2 u}{\partial^2 x}

erfüllt. Wiederum setzen wir k=1k = 1 und brauchen den Separationsansatz u(x,t)=v(x)w(t)u(x,t) = v(x)\cdot w(t). Man erhält

w˙w=vv=λ.\frac{\dot{w}}{w} = \frac{v''}{v}=\lambda.

Hier lautet eine mögliche Lösung u(x,t)=eλt(c1cos(λx)+c2sin(λx))u(x,t) = \mathrm{e}^{\lambda t}(c_1\cos(\sqrt{\lambda}x)+c_2\sin(\sqrt{\lambda}x)), die man wie oben ausrechnet. Aus der Randbedingung links ergibt sich c1=0c_1 = 0, und die Bedingung rechts liefert sin(λl)=0\sin(\sqrt{\lambda}l) = 0, also

λ=n2π2l2\lambda = \frac{n^2\pi^2}{l^2}

für ein nNn\in\mathbb{N}. Da man beliebige Summen bzw. Reihen bilden kann, lautet eine allgemeinere Lösung

u(x,t)=n=0cnen2π2l2tsin(nπlx).u(x,t) = \sum_{n=0}^\infty c_n\mathrm{e}^{\frac{n^2\pi^2}{l^2}t}\sin\left(\frac{n\pi}{l}x\right).

(Die Wärmeleitunsgleichungs kommentiert)