Der quantenmechanische Oszillator
Die Hamilton-Funktion eines klassischen harmonischen Oszillators ist:
Setzt man die quantenmechanischen Operatoren ein,
dann sieht die Schrödingergleichung nach der Einsetzung von komplizierter aus. Um die Rechnung zu vereinfachen, möchten wir die Operatoren so skalieren, dass sie dimensionslos werden.
Die natürliche Längenskala für den harmonischen Oszillator ist die sogenannte Oszillatorlänge .
Mit dieser definieren wir eine dimensionslose Ortsvariable:
Für den Impuls machen wir es sinngemäss und setzen:
Nun sind und dimensionslos und erfüllen die gewohnte Vertauschungsrelation .
Die Idee der Leiteroperatoren ist, die Hamilton-Funktion in eine einfache algebraische Form zu bringen. Dazu definieren wir:
Einsetzen der dimensionslosen Variablen:
Umformen liefert:
Daher kommt der Term ( m \omega \hat{x} ) im Vernichtungsoperator vor: Er sorgt dafür, dass ( \hat{a} ) und ( \hat{a}^\dagger ) dimensionslos sind und der Hamilton-Operator sich einfach schreiben lässt.
Setzen wir die Leiteroperatoren in den Hamilton-Operator ein:
Mit den obigen Definitionen kann man zeigen:
Diese Form zeigt direkt, dass die Energieeigenwerte durch das Besetzungszahlprinzip entstehen: